Lebensqualität bei Patienten mit schwerer Aortenklappenstenose

Bildquelle: Edwards Lifesciences Services GmbH

Dank TAVI leben Patienten mit schwerer Aor­ten­klap­pen­ste­no­se länger - besagen die Ergebnisse der mul­ti­zent­ri­schen PARTNER (Placement of AoRtic TraNscathetER valves)-Studie. Demnach beträgt die durchschnittliche Lebensdauer der Patienten der TAVI-Gruppe 29,7 Monate, mehr als doppelt so lange als bei den konservativ behandelten Teilnehmern (11,1 Monate). Auch in Bezug auf ihre Lebensqualität zeigt sich bei den TAVI-Patienten eine deutliche und anhaltende Verbesserungen.

Laut den Studienergebnissen, war in der TAVI-Gruppe eine erhebliche Verbesserung der Symptomatik sowie der allgemeinen körperlichen Kondition (von NYHA-Klasse III oder IV auf NYHA-Klassen I und II) zu beobachten. Viele Patienten konnten ihre Selbständigkeit wiedererlangen und auf die zuvor notwendige Vollzeitbetreuung verzichten.

Im Vergleich zur operativen Versorgung, ist die Dauer eines minimalinvasiven TAVI-Eingriffs sowie der notwendigen Erholungszeit wesentlich kürzer. Da die üblichen Begleiterscheinungen des operativen Verfahrens, wie z.B. Nachblutungen, beim TAVI-Verfahren deutlich seltener auftraten, verbrachten die TAVI-Patienten im Durchschnitt 6 Tage weniger im Krankenhaus, als Patienten nach einem operativen Aortenklappenersatz.

Die Studie veranschaulichte außerdem die deutlichen Vorteile von TAVI im Vergleich zur medikamentösen Standardtherapie. Die mittlere Überlebenszeit ohne Krankenhauswiedereinweisung lag in der TAVI-Gruppe bei 699 Tagen gegenüber 355 bei den Teilnehmern, die eine medikamentöse Behandlung erhielten. Die Gesamtzahl der Wiedereinweisungen war bei den TAVI-Patienten ebenfalls geringer – 48% im Vergleich zu 87% in der konservativen Kontrollgruppe.

Die 5-Jahres-Daten der PARTNER-Studie zeigen, dass inoperable Patienten nach TAVI langfristig bessere Überlebenschancen haben als mit nur medikamentöser Therapie und zudem von einer deutlich verbesserten Lebensqualität profitieren [2]. Bei Patienten mit hohem Operationsrisiko zeigte sich auch im Langzeitverlauf, dass TAVI mit dem chirurgischen Klappenersatz vergleichbar ist und keine unvorhersehbaren Komplikationen auftreten. Besonders für den Nachweis der Haltbarkeit der Klappen sind diese Ergebnisse wichtig.

 

Weiterführende Literatur

  1. Gutman A et al. Kathetergestützte Aortenklappenimpantation – TAVI 2014. Innere Medizin up2date 2014; 2: 131- 150.
  2. Kapadia SR PARTNER 1: Five-Years Results from a Pros­­­pec­­­tive Randomized Trial of Transcatheter Aortic Valve Re­­place­­ment with a Ballon-Expanding Device versus Con­­­ser­­­va­­­tive Care in Extremely High-Risk Patients with Aortic Ste­­no­­sis 2014. TCT Plenary Session V: Late-Break­ing Cli­­ni­­cal Trials 
  3. Vahanian A, Alfieri O, Andreotti F, et al. Guidelines on the ma­nage­ment of valvular heart disease (version 2012). Eur Heart J 2012; 33: 2451-96.